Es gibt nämlich so viele schöne Nationalparks auf unserem Globus. Insgesamt acht stelle ich hier einmal vor.

Yosemite Nationalpark

Der Yosemite Nationalpark gehört zu den bedeutendsten Touristenattraktionen Amerikas. Er liegt in den Sierra Nevada Bergen Kaliforniens und umfasst eine Größe von 3081 Quadratkilometern. Mit seiner Gründung im Jahr 1890 gehört er mit zu den ersten Nationalparks. 1984 wurde er zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt. Jährlich bestaunen mehr als 3,5 Millionen Besucher dieses Naturwunder. Besonders imposant sind die steilen Granitwände, die durch Gletschererosionen entstanden sind, aber auch die neun Wasserfälle. Fünf von ihnen sind über 300 Meter hoch. Der bedeutendste von ihnen ist jedoch der Yosemite Falls. Das Wasser legt eine Strecke von über 800 Metern zurück, ehe es auf die Felsen trifft. Damit ist er der höchste Wasserfall Amerikas und der vierthöchste weltweit. Der Marposia Wald, in dem die berühmten Mammutbäume wachsen, gilt ebenfalls als besonderer Anlaufpunkt. Die mehr als 1300 Kilometer Wanderwege bieten für jeden Besucher eine passende Wahl, bei der 80 Säugetier- und 250 Vogelarten bestaunt werden können.

Serengeti Nationalpark

Auf einer Fläche von 14.763 Quadratkilometern erstreckt sich in Tansania eines der wichtigsten Naturschutzgebiete, der Serengeti Nationalpark. Er wurde 1951 auf Grund vieler Großwildjagden gegründet und bereits 30 Jahre später zum Weltnaturerbe erklärt. Die jährlich 90.000 Touristen werden hauptsächlich von der „Great Migration“, einer großen Tierwanderung angezogen. Dabei ziehen eine Million Gnus, über 200.000 Zebras, viele weitere Pflanzenfresser und Raubtiere in der Oktoberzeit in den Süden, um die Trockenperiode zu überstehen. Von April bis Juni treten sie den Rückweg in den Norden an. Mit einer Anzahl von über 3 Millionen Tieren und den anliegenden Schutzgebieten zählt die Serengeti Nationalpark zum weitläufigsten Tierreservat der Welt. Weiterhin besitzt er eines der komplexesten Ökosysteme weltweit. Seine Anzahl an Gras- und Waldländern, Ebenen, Sümpfen und Granitfelsen ist einmalig. Die Hauptvegetation bildet jedoch das Grasland, welches jährlich Savannenbränden zum Opfer fällt. Diese werden durch die starken Regenzeiten jedoch wieder gedämmt, wodurch die Flora in ständiger Veränderung steht.

Masai Mara National Reserve

Bei dem Masai Mara National Reserve handelt es sich um ein Naturschutzgebiet, dass nördlich an den Serengeti Nationalpark anschließt. Der Name setzt sich zum einen aus dem Volksstamm „Masai“ und zum anderen aus dem Wort „Mara“ zusammen. Die Bedeutung des Begriffs „Mara“ innerhalb dieser Namensbezeichnung kann jedoch nicht eindeutig zugewiesen werden. Es wird vermutet, dass der Name auf Grund des Flusses „Mara“ innerhalb des Naturschutzgebietes gewählt wurde. Eine andere Möglichkeit ist jedoch auch die Bedeutung des Wortes. Übersetzt heißt es „gefleckt“. Da der Masai Mara aus der Luft betrachtet ebenfalls gefleckt aussieht. Durch die einzelnen Bäume innerhalb der Savanne wird auch diese Idee für wahrscheinlich gehalten. Dieses Tierreservat beherbergt hauptsächlich Elefanten. Im Zeitraum von 1973 bis 1978 wurde die Anzahl von 720 auf 1100 Exemplare gesteigert. Weiterhin bietet das Terrain zur Regenzeit Lebensraum für die Tiere der „Great Migration“.

Corcovado Nationalpark

Dieses 4.104 Quadratkilometer große Regenwaldgebiet befindet sich im Südwesten von Costa Rica. Bis zu den 1960er Jahren war es ein unberührtes Gebiet, das jedoch dann von Holzfällern heimgesucht wurde. Später kamen die Goldsucher und Jäger, wodurch die Flüsse verschlammten. Die Tiere wurden in ihrer natürlichen Umwelt gestört und ihr Lebensraum eingeschränkt. Naturschützer aus aller Welt waren erschüttert, was Präsident Oduber 1975 dazu bewegte dieses Gebiet zum Nationalpark zu erklären. Zwei Jahre später erhielt er dafür den Albert-Schweitzer-Preis. Heute wird dieser Nationalpark auch als die „Grüne Hölle“ bezeichnet. Er umfasst 13 verschiedene Ökosysteme und über 1000 Baumarten, welche Höhen von bis zu 80 Metern erreichen. Weiterhin beherbergt er 140 Säugetier- und 370 Vogelarten. Da Costa Rica den Übergang von Nord- und Südamerika bildet, sind Flora und Fauna beider Regionen vertreten. Dies macht die einmalige, sogenannte „endemische“ Artenvielfalt aus.

Sequoia und Kings Canyon Nationalpark

Diese zwei nebeneinander liegenden Nationalparks befinden sich in der Sierra Nevada in Kalifornien. Ihr gemeinsames Gebiet erstreckt sich über 3.500 Quadratkilometer und empfängt jährlich ca. 1,5 Millionen Besucher. Neben vielen Säugetieren, wie Schwarzbären, Fledermäusen und Berglöwen, sind auch über 160 Vogelarten vertreten. Seit einigen Jahren ist auch der Steinadler an den felsigen Wänden zu finden. Das Hauptmerkmal dieser Nationalparks ist jedoch der Schutz der Mammutbäume. Dort ist der letzte große Bestand von ihnen zu finden. Ein besonderes Touristenziel ist der „General Sherman Tree“. Bei ihm handelt es sich um das größte Lebewesen der Welt, mit einer Höhe von 81 Metern. Sein Stamm misst einen Basisdurchmesser von 10 Metern und sein Alter wird auf 2500 Jahre geschätzt. Innerhalb dieser Gebiete sind häufig Brände zu verzeichnen. Diese fördern den Schutz der Mammutbäume, da es die Böden von Konkurrenzpflanzen säubert und die Asche ein Nährboden bietet. Weiterhin öffnen sich durch die Wärme die Zapfen der Bäume, wodurch die Samen ausgestreut werden. Eine Gefahr besteht für die Besucher dabei jedoch nicht.

Krüger Nationalpark

Das 20.000 Quadratkilometer große Territorium bildet den größten Nationalpark Afrikas. Er wurde 1898 unter dem Namen „Sabi Game Reserve“ gegründet und 1926 als Nationalpark bezeichnet. Er umfasst über 500 Vogelarten und 147 verschiedene Säugetiere. Eine der großen Touristenattraktionen sind daher auch die Wildtierbeobachtungen. Diese sind sowohl mit dem eigenen PKW, als auch mit einem Park-Ranger möglich. Eine geologische Besonderheit bietet das durch Sandstein getrennte Gebiet ebenfalls. In der östlichen Hälfte sind fruchtbare Basaltgesteine zu finden, im Westen dagegen hauptsächlich Schiefer und Granite. Eine weitere Besonderheit ist die Ausgrabungsstätte Masorini. Es ist die wichtigste von weiteren 300 Ausgrabungsorten der Eisenzeit innerhalb des Nationalparks. Es sind Hütten und Vorratskammern aus der Zeit von 800 bis 500 v. Chr. zu besichtigen.

Denali Nationalpark und Reservat

Im Herzen Alaskas befindet sich der Denali Nationalpark. Er erstreckt sich über eine Fläche von 24.585 Quadratkilometern. Der Name stammt von dem indianischen Wort „denali“, was übersetzt „der Hohe“ bedeutet, dieser wurde passend zu dem höchsten Berg Nordamerikas, dem Mount McKinley, gewählt. Er liegt im Süden des Nationalparks und misst eine Höhe von 6.193 Metern und gehört zu einem 200 Kilometer langen und breiten Bergmassiv. Im Gegensatz dazu steht die auf der Nordseite verbreitete Tundra mit ihren vielen Gebirgsbächen. Das Reservat wurde 1917 gegründet und zählt jährlich 400.000 Besucher. Ein besonderes Merkmal ist die geografische Lage. Der Nationalpark liegt 300 Kilometer vom südlichen Polarkreis entfernt, wodurch Ende Juni und Anfang Juli nie die Dunkelheit eintritt. Weiterhin beherbergt das Gebiet eine Schlittenhundezucht, sowie die „Big Five“ Alaskas. Dazu zählen der amerikanische Elch, das Karibu, das Dall-Schaf, der Wolf und der Grizzlybär. Bemerkenswert sind außerdem die 425 verschiedenen Wildblumenarten.

Kilimanjaro Nationalpark

In Nordtansania befindet sich der 755 Quadratkilometer große Kilimanjaro Nationalpark. Zu ihm gehört das höchste afrikanische Bergmassiv. Der beeindruckteste Berg ist der Kibo mit einer Höhe von 5.859 Metern. Bereits 100 n. Chr. gab es Berichte über den schneebedeckten Berg in Mitten Afrikas von dem griechischen Geografen Ptolemäus. Große Bedeutung innerhalb Europas fand das Massiv jedoch erst 1848 durch den deutschen Missionar Johannes Rebmann. Während der kolonialen Besetzung von 1885 bis 1918 galt es als das höchste Gebirge des deutschen Reichs. Im Jahr 1987 wurde der Kilimanjaro Nationalpark auf Grund seiner vielfältigen Vegetation zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt. Neben den Frostschuttwüsten auf den Gipfeln, sind auch Gras- und Strauchland, sowie Regenwälder zu finden.

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