Reisefotografie für Anfänger: Tipps für tolle Reisefotos

Du willst auch mehr aus deinen Reisefotos rausholen? Dann kommen jetzt ein paar Tipps und Tricks für bessere Reisefotos von einem Laien für Laien.

Eigentlich ist es gar nicht so schwer bessere Ergebnisse bei seinen Reisefotos zu erzielen, man muss dafür auch kein Profi sein. Mir haben damals schon 10 Minuten meiner Zeit gereicht, die ich beim Kauf meiner neuen Spiegelreflex investiert habe.

Auch ich habe mir damals einfach nur die wichtigsten Tipps durchgelesen.

Das Ergebnis: meine Reisefotos sind wirklich 1.000 mal besser als früher, auch wenn ich noch weit von der professionellen Reisefotografie entfernt bin.

Du hast aber genauso wenig Lust wie ich dicke Bücher und Anleitungen durchzuwälzen? Dann kommen hier einige wichtige Tipps wie deine Reisefotos bestimmt außergewöhnlich werden.

Eines noch vorweg. Du braucht nicht zwingend eine sündhaft teure Kamera. Viel wichtiger sind der gewisse Blick für das richtige Motiv, ein wenig Geduld und die Freude am Ausprobieren.

1. Gerader Horizont

Der Horizont in einer Fotografie bezeichnet oftmals die Trennlienie zwischen der Erde und dem Himmel. Dieser sollte stets gerade ausgerichtet, also horizontal, sein. Insbesondere Laien achten oft nicht darauf, ob der Horizont gerade im Bild verläuft. Das Ergebnis ist dann vielleicht ein schönes Foto mit einem störenden schrägen Horizont.

Hier mal ein Beispiel von einem schrägen Horizont (achte mal auf das Meer):

Eigentlich ein ganz schönes Foto, wäre da nicht der schräge Horizont.

Hier mal ein besseres Beispiel:

Ein gerader Horizont ist vor allem bei Landschaftsfotos enorm wichtig. Viele Kameras bieten Raster an, mit denen man den Horizont gerade ausrichten kann. Es ist eigentlich gar nicht so schwer, man muss halt nur drauf achten.

Wenn alles nichts hilft: Um den Horizont möglichst gerade zu bekommen sollte man ein Stativ mit festen Standfüßen verwenden. Dadurch kann das Bildmotiv auf dem Foto nicht mehr verwackeln. Alternativ sollte man sich als Fotograf auf einem geraden Untergrund fest abstützen und die Hände mit der Kamera auf gleicher Höhe halten.

2. Unterschiedliche Perspektiven bei der Reisefotografie

Um Fotografien aufregender und spannender zu machen sollte man öfter den Winkel oder die Ausrichtung verändern. Dazu kann man aus verschiedenen Positionen Fotos aufnehmen. Mal könnte man sich hinknien und das Objekt von unten fotografieren, mal geht man um das Objekt herum und fotografiert es aus verschiedenen Ansichten und vieles mehr. Auch kann man die Kamera auf den Boden stellen, anstatt sie in der Hand zu halten. Auf diese Weise erzielt man eine neue und interessante Blickweise.

Hier mal ein Beispiel:

Blick auf das Kapitol in Havanna, schräg von unten fotografiert

3. Die richtige Aufteilung des Fotos (Der goldene Schnitt)

Den sogenannten goldenen Schnitt zu finden ist nicht immer ganz einfach. In einem speziellen Teilungsverhältnis muss das Motiv aufgeteilt werden. Im Allgemeinen werden nämlich exakt geometrische Teilungsverhältnisse innerhalb eines Bildes als absolut harmonisch betrachtet. Durch horizontale und vertikale Aufteilung entsteht der goldene Schnitt. Klingt alles ziemlich kompliziert oder?

Es gibt aber eine kleine Faustregel: Platziere dein Motiv ein gutes Drittel vom Bildrand entfernt. Ob vom linken, rechten, oberen oder unteren Rand entscheidet im Grunde genommen wie das Foto am besten wirkt.

Hier mal ein Beispiel:

4. Geduld bei deinen Reisefotos

Das schlimmste auf Reisefotos? Menschenmassen! An einigen Plätzen lässt sich dies natürlich kaum vermeiden. Habe Geduld, warte auf den passenden Moment und mache Fotos, wenn gerade keiner im Bild steht.

Ein Park ohne Menschen, denkt man zumindest

5. Mit Gegenständen experimentieren

Mache ich persönlich super gerne. Das können am Strand zum Beispiel deine Flip Flops sein, ein Palmwedel oder vielleicht einfach nur zwei Eisbecher…

6. Das Motiv einrahmen

Das Meer und der Strand können schon schön sein. Doch wenn man auf dem Foto nur Wasser und Sand sieht, wirkt das Motiv schnell langweilig. Rahme dein Motiv ein, zum Beispiel durch Palmwedel oder Büsche.

7. Bestes Licht

Am besten sind die Lichtverhältnisse in den Abendstunden, sprich, in der frühen Dämmerung oder auch in den frühen Morgenstunden. In dieser Zeit kann man richtig tolle Fotos knipsen.

weitere Tipps für schöne Fotos:

Nahaufnahmen

Mache ich auf meinen Reisen auch sehr gerne! Besonders interessant können auch Nahaufnahmen eines Objektes oder eines Elements aus der Natur sein. So kommt die Struktur des jeweiligen Objektes, der Pflanze oder eines anderen Elements deutlich besser zum Vorschein und die Wirkung des Bildes verändert sich ebenso. So können Detailaufnahmen eine ganz besondere Wirkung bekommen.

Fotos mit langer Belichtungszeit

Viele Kameras bieten die Möglichkeit die Belichtungszeit manuell zu erhöhen. So kann die Kamera noch genügend Licht einfangen, obwohl es schon dunkel ist. Das Ergebnis sind richtig schöne Fotos. Wichtig ist jedoch, dass die Kamera nach dem Auslösen in der Zeit nicht mehr bewegt wird. Am besten nimmst du hierfür ein Stativ. Wenn du kein Stativ zur Hand hast, kannst du Sie auch ablegen, zum Beispiel auf einer Bank oder einem Bordstein. Das ist wichtig, damit das Foto während der längeren Belichtungszeit nicht verwischt.

Langzeitbelichtung am Hafen von Airlie Beach

Die richtige Schäfe

Immer wieder passiert es einem, dass das Bild unscharf geworden ist. Um dies zu vermeiden ist es wichtig, richtig zu fokussieren. Zunächst sollte man sich darüber im Klaren sein, welches Element des Bildes hervorscheinen und so im Mittelpunkt der Fotografie stehen soll. Auf dieses Element stellt man schließlich den Fokus scharf. Zudem ist ein fester Stand sehr wichtig, damit das Motiv nicht verwackelt oder unscharf wird. Ein Stativ oder das Abstützen auf einen geraden und festen Untergrund bieten hier Abhilfe. Möchte man jedoch Dynamik in ein Bild bringen, so kann dies durch Unschärfe erzielt werden. Unschärfe kann so auch besonders reizvoll sein.

Den richtigen Hintergrund wählen

Besonders wichtig für ein schönes Foto ist die Wahl des Hintergrundes. Der Hintergrund sollte stets auf das Motiv abgestimmt sein. Möchte man beispielsweise ein schönes Gruppenfoto von Freunden oder ein Pärchenfoto machen, so ist es immer schöner, wenn der Hintergrund neutral gehalten wird. Dazu bietet es sich an die Natur, grüne Wiesen oder auch Felder sowie einen Wald als Hintergrund zu nehmen. Dadurch wird Ruhe in das Bild gebracht und es wirkt harmonischer. Um den Fokus auf das Motiv zu legen kann auch der Hintergrund, durch vermindern der Schärfentiefe, unscharf gestellt werden.

Für das perfekteste Licht sollte man immer darauf achten, aus welcher Richtung her das Licht einfällt. Für einen Anfänger ist es am einfachsten, wenn man mit dem Rücken zum Licht steht. Je nach Motiv oder danach, wie das Foto wirken soll, variiert der beste Einfall des Lichtes. So ist es auch manchmal optimal, wenn man gegen das Licht fotografiert. Viele Profi- sowie auch Anfängerkameras besitzen zudem die Option Aufhellblitz oder auch den Aufnahmemodus Gegenlichtaufnahme. Dies erleichtert das Fotografieren bei Gegenlicht deutlich.

Hast du noch tolle Tipps für außergewöhnliche Reisefotos? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

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