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Obwohl mit Cape Breton nur ein Teil von Nova Scotia eine Insel ist, begegnet dem Besucher die maritime Vergangenheit der kanadischen Provinz fast überall. Die Küstenlinie ist immerhin mehr als 7.500 Kilometer lang und kein Ort von Nova Scotia ist weiter als 55 Kilometer vom Meer entfernt. Der größte Teil der Küste besteht aus Buchten mit schönen Stränden und kleinen Fischerdörfern. In den Dörfern scheint die Zeit still zu stehen. Gepflegte Häuser, kleine Hütten und Schiffswerften prägen hier das Bild.

Etwa 150 Kilometer südöstlich von Nova Scotia liegt Sable Island. Die Insel wurde vor allem wegen der häufigen Schiffsunglücke bekannt. Über 500 versunkene Schiffe liegen hier auf dem Meeresgrund. Im Westen der Provinz liegt die Bay of Fundy, die für den größten Tidenhub der Welt bekannt ist: Der größte Unterschied zwischen Ebbe und Flut wurde mit über 16 Metern in der Nähe von Burntcoat Head gemessen.

Interessant ist auch die Landschaft von Nova Scotia. Die nördlichen Ausläufer der Appalachen erstrecken sich bis in die Provinz. Darüberhinaus gibt es noch drei weitere Bergmassive, die mit bis zu 370 Metern aber nicht die Höhe der Appalachen erreichen. Der höchstgelegene Punkt Nova Scotias wird mit 520 Metern im Cape Breton Highlands National Park erreicht. Der zweite Naturschutzpark ist der Kejimkujik Park im südwestlichen Teil der Provinz.

Obwohl zunächst Franzosen die Insel besiedelten, stellen mittlerweile Einwohner britischer Herkunft die größte Bevölkerungsgruppe dar. Die Vermischung der beiden großen Gruppen mit weiteren Einwanderern führte über die Jahrhunderte zu einer interessanten Folklore, die vor allem in den sommerlichen Festen ihren Ausdruck finden. Das Kulturangebot ist besonders in den größeren Städten gut. Hervorzuheben sei hier nur die Hauptstadt Halifax mit ihren Theatern und Konzertsälen. Auch Sydney und Dartmouth überzeugen mit ihrem Nachtleben.

Text - Chris
Bild von Wayne Linton auf Pixabay
 
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